SPD/Grüne/FWG beschließen „Bau-Entwurf“ Pfarrer-Bodden-Straße

Trotz großer Bedenken der Bürger!

In der gestrigen Sondersitzung des Stadtentwicklungsausschusses (SEA) wurde der städtebauliche Entwurf für das Neubaugebiet „Pfarrer-Bodden-Straße“ mit den Stimmen der SPD/FWG und Grünen beschlossen – trotz der ausführlich vorgetragenen Bedenken und Sorgen der Aktionsgemeinschaft.

 

Bereits im letzten Sommer, kurz vor der Kommunalwahl, war der Entwurf Thema im SEA und wurde abgelehnt. Entgegen den damaligen Äußerungen und Forderungen von SPD und FWG kurz vor der Wahl, wurde dem geänderten Entwurf jetzt (sechs Monate nach der Wahl) doch zugestimmt, obwohl einige Forderungen und Punkte noch offen sind.

 

Wir haben als CDU-Fraktion gegen DIESEN Entwurf gestimmt, weil er, trotz einiger Verbesserungen, aus unserer Sicht noch zu viele offene Fragen hat und elementare Punkte wie Starkregenschutz, Anpassung der Geschossigkeit an die Nachbarbebauung, die Nähe der Wohnbebauung zum Dorfplatz oder auch die Gesamtheit der Verkehrssituation in Kirdorf und Blerichen zum jetzigen Zeitpunkt zu wenig Berücksichtigung finden.

Das Argument der zustimmenden Fraktionen, dass man im nun startenden Planverfahren noch über alles diskutieren könnte, ist naiv gedacht und entspricht kaum der Praxis. 

„Mit dem gestrigen Beschluss sind die Leitplanken für das Planverfahren im Grunde gesetzt“, so Fraktionsvorsitzender Michael Stupp. „Der Investor plant natürlich dieses Gebiet basierend auf den Fakten, die gestern beschlossen wurden, insbesondere die Anzahl der Wohneinheiten“. 

Wir stehen dem Baugebiet „Pfarrer-Bodden-Straße“ grundsätzlich positiv gegenüber, weil es für die Ortsteile auch Chancen bietet. Jedoch ließen nicht nur unsere Fragen und vorgetragenen Bedenken, sondern auch die der Aktionsgemeinschaft und Vereine, die in der gestrigen Sitzung zahlreich anwesend waren, zum jetzigen Zeitpunkt keine Zustimmung zu.

„Wir werden das Bauleitplanverfahren nun sehr sorgfältig zusammen mit den Bürgern in Kirdorf und Blerichen begleiten und versuchen, an den noch möglichen Stellschrauben zu drehen, die es benötigt, um am Ende einen bestmöglichen Kompromiss mit allen Beteiligten zu erzielen“, so Markus Klein, CDU-Sprecher im SEA. „Warum die Stadtverwaltung die Aktionsgemeinschaft mit über 500 Unterschriften seit August 2025 nicht intensiv mit in die Erstellung des jetzt beschlossenen Entwurfs mit eingebunden hat, um frühzeitig für Klarheit zu sorgen, ist uns schleierhaft.“

 

Dass wir als CDU Bedburg grundsätzlich eine andere Strategie im Bereich „Bauen und Wohnen“ bevorzugen, hatten wir im letzten Jahr mehrfach vorgestellt. Dabei bleiben wir auch nach der Wahl. Weniger Investorenprojekte, mehr „Selbstgestaltung“ durch die Stadt. Weniger Enge, mehr Freizügigkeit bzw. mehr Individualität in den Baugebieten. Weniger Vorgaben, mehr Eigenleistungen ermöglichen. Unseren 5-Punkte-Plan werden wir sicher in Kürze noch einmal genauer vorstellen.